Studien und Fallbeispiele mit interaktiver Karte

Für eine erfolgreiche gesellschaftliche und ökonomische Inwertsetzung von Naturkapital gibt es in Deutschland zahlreiche Beispiele. Eine wachsende Sammlung von Fallstudien aus unterschiedlichen Bereichen zeigt auf, wie dies in der Praxis aussehen kann. Die folgenden Fallbeispiele sind vom Projektteam ausgesuchte, wissenschaftlich untersuchte oder begleitete Projekte.

Haben auch Sie ein gutes Beispiel, das die Wirtschaftlichkeit von naturverträglichen oder -erhaltenden Maßnahmen demonstriert? Wir freuen uns über Ihren Beitrag unter teeb-de(at)ufz.de

Fotos: Jana Lübbert

Dach- und Fassadengrün lohnt sich

Ein Beispiel aus Hannover

Kurzbeschreibung >>
Im Rahmen des Biodiversitätsprogramms der Landeshauptstadt Hannover startete im Juni 2012 das zunächst auf zwei Jahre ausgelegte Förderprogramm „Mehr Natur in der Stadt: Dach- und Fassadengrün in Hannover“. Ziel ist es, so viele Hauswände und Dächer in grüne Oasen zu verwandeln wie möglich. Dach- und Fassadenbegrünungen auf privaten, öffentlichen und gewerblichen Grundstücken können mit bis zu 10.000 Euro gefördert werden; alle Interessenten können eine umfassende Beratung  durch Expertinnen und Experten in Anspruch nehmen. Begrünte Häuser bieten viele Vorteile: Durch die Verdunstungsraten und Schadstoffbindung ergeben sich positive Effekte für das Stadtklima, Lebensräume für Tiere und Pflanzen werden geschaffen, die Gebäudesubstanz wird vor Umwelteinflüssen geschützt, die Gebäude sind auf natürliche Weise wärme- und lärmgedämmt und die Begrünung hat eine hohe ästhetische Wirkung.
Dach- und Fassadengrün lohnt sich
Dach- und Fassadengrün lohnt sich
Dach- und Fassadengrün lohnt sich
Dach- und Fassadengrün lohnt sich

Naturprojekt "faba - Familien in Balance"

Der Wert von Naturerfahrung

Kurzbeschreibung >>
Das Naturprojekt „faba – Familien in Balance“ des Deutschen Kinderschutzbundes zeigt eindrucksvoll den großen Wert von Naturerfahrung auf. Das Projekt unterstützt Kinder, deren Familien durch psychische Erkrankungen der Eltern belastet sind. Auf einem Streuobstwiesen- und Gartengelände in Gütersloh erlebt seit 2007 jedes Jahr eine neue Gruppe von Kindern gemeinsam einen Sommer mit Gärtnerinnen und Gärtnern, Bewegung, Spiel und Gestalten. Die Kinder erfahren in diesem Rahmen Sicherheit und Vertrauen in sich und andere. Dabei spielt die Natur eine besondere Rolle als therapeutischer Raum.
Naturprojekt "faba - Familien in Balance"
Naturprojekt "faba - Familien in Balance"
Naturprojekt "faba - Familien in Balance"
Naturprojekt "faba - Familien in Balance"
Naturprojekt "faba - Familien in Balance"
Naturprojekt "faba - Familien in Balance"
Aktion Baumstarke Stadt

Aktion Baumstarke Stadt

Kurzbeschreibung >>
Im Jahr 1996 startete die Stadt Leipzig das Projekt „Aktion Baumstarke Stadt“, bei der mit Hilfe von Baumpatenschaften die Pflanzung von Bäumen in öffentlichen Parks, an Straßen, auf Plätzen sowie auf städtischen Friedhöfen der Stadt Leipzig unterstützt wird. Durch Baumpatenschaften ab 250 Euro werden zusätzliche Neupflanzungen, zusätzlich zu den von der Stadt festgelegten Baumpflanzungen, getätigt, um ein grüneres Stadtbild zu erreichen und die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit einer „grünen Stadt“ zu befördern.
Aktion Baumstarke Stadt
Aktion Baumstarke Stadt
Aktion Baumstarke Stadt
Aktion Baumstarke Stadt
Aktion Baumstarke Stadt
Klaus Götze, Geschäftsführer des Wassergut Canitz GmbH

Ökolandbau als Lebensversicherung für den Trinkwasserschutz

Kurzbeschreibung >>
Die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) GmbH fördern gewässerschützende Bewirtschaftungsmaßnahmen der Landwirtschaft zur Reduzierung der Trinkwasseraufbereitungskosten. Auf eigenen Flächen wird ein wasserschutzoptimierter ökologischer Landbau betrieben. Auf weiteren Flächen werden den Landwirten Aufwendungen im Zusammenhang mit der Verminderung des Nährstoffaustragspotentials ausgeglichen.
Ökolandbau als Lebensversicherung für den Trinkwasserschutz
Ökolandbau als Lebensversicherung für den Trinkwasserschutz
Stadtwiese Chemnitz

Chemnitzer Stadtwiesenprojekt

Artenvielfalt in der Stadt

Kurzbeschreibung >>
Das Stadtwiesenprojekt in Chemnitz holt naturnahe Grünflächen zurück in Wohn­gebiete und unterstützt damit den Biotop­verbund im Stadtgebiet. Die Begrünung der Wildblumenwiesen findet unter Verwendung anfallenden Grünschnitts aus städtischen Biotopen und Schutz­gebieten statt. So profitiert die Stadt mehrfach: Durch den wachsenden Artenreichtum in der Stadt und Kostenersparnis für die Begrünung und Pflege der Grünflächen.
Chemnitzer Stadtwiesenprojekt
Chemnitzer Stadtwiesenprojekt
Chemnitzer Stadtwiesenprojekt
Chemnitzer Stadtwiesenprojekt
Chemnitzer Stadtwiesenprojekt
Prüfzeichen Schorfheide-Chorin

Das „Prüfzeichen” des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin –

Ein regionales Siegel als Instrument für nachhaltige und umweltfreundliche Entwicklung

Kurzbeschreibung >>
Das Prüfzeichen unterstützt lokale Unternehmen in der Produktvermarktung, die im Einklang mit den Zielen des Biosphärenreservates umweltschonend wirtschaften. Sie können dadurch ihr Image verbessern, tragen zur lokalen und regionalen Kreislaufwirtschaft bei und leisten einen Beitrag zum Erhalt von Biodiversität und Ökosystemen.
Das „Prüfzeichen” des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin –
Das „Prüfzeichen” des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin –
Das „Prüfzeichen” des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin –
Das „Prüfzeichen” des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin –
Das „Prüfzeichen” des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin –
Das „Prüfzeichen” des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin –
Das „Prüfzeichen” des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin –
Das „Prüfzeichen” des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin –
Das „Prüfzeichen” des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin –
Das „Prüfzeichen” des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin –
Das „Prüfzeichen” des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin –
Das „Prüfzeichen” des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin –
Teil der Naturspielfläche: Wasserspielplatz mit Schwengelpumpe (Foto: Stadt Eckernförde)

Gewerbebrache als Naturspielfläche

Das "Schuchgelände" in Eckernförde

Kurzbeschreibung >>
Die mit verschiedenen Auszeichnungen bedachte Stadt Eckernförde setzt sich stark für den Naturschutz in der Stadt ein. Unter anderem erhielt sie im Jahr 1994 den Titel "Bundeshauptstadt für Natur- und Umweltschutz". Eines der erfolgreichen Projekte ist die Umgestaltung einer ehemaligen Gewerbe­­brachfläche zu einer vielfältig nutzbaren Naturspielfläche. Mit dem Rückbau alter Firmengebäude, der großflächigen Entsiegelung und dem Anlegen begrünter Areale mit verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten ist der Stadt hier eine wertvolle Mischung aus Freizeit- und Naturerlebnis gelungen. Mit einem großen Heckenlabyrinth, Klettergarten, Wasserspielplatz sowie einer großflächigen Sukzessionsfläche besteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Naturschutz und Naturerleben.
Gewerbebrache als Naturspielfläche
Gewerbebrache als Naturspielfläche
Gewerbebrache als Naturspielfläche
Gewerbebrache als Naturspielfläche

Jetzt aufbäumen!

Bäume pflanzen mit der Non-Profit-Organisation „I Plant A Tree“ – Eine Initiative aus Halle an der Saale

Kurzbeschreibung >>
"I Plant A Tree" ist eine in Halle an der Saale gegründete Initiative zum Schutz von Umwelt und Klima. Über die Website www.iplantatree.org ruft die Non-Profit-Organisation dazu auf, so viele Bäume wie möglich zu pflanzen und auf "I Plant A Tree" zu registrieren. Der Erfolg der Aktion lässt sich auf der Website verfolgen: Ein Zähler veranschaulicht, wieviel CO2 durch die bisher gepflanzten Bäume gebunden wird. Die Bäume werden entweder selbst gepflanzt und gemeldet oder aber über Spenden finanziert. Auf einer interaktiven Karte sind die bereits weltweit gepflanzten Bäume markiert.
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Totoholz mit Verjüngung im Bergfichenwald / Fotograf: Rainer Poehlmann

Schutz der wilden Wälder als regionale Einkommensquelle

Der Nationalpark Bayerischer Wald

Kurzbeschreibung >>
Im ersten deutschen Nationalpark, dem Bayerischen Wald, wird Natur in ihrer natürlichen Funktionsweise belassen, um eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete in Zentraleuropa zu schützen. Doch unterliegt Natur ihren eigenen Regeln: Sturmbruch führte zu günstigen Bedingungen für Borkenkäfer. Dies führte zu Konflikten mit anliegenden Gemeinden, da diese Schäden für die Waldwirtschaft fürchteten. Der Ansatz den Park in Zonen unterschiedlicher Nutzung zu unterteilen führte zu einer entscheidenden Entschärfung der Konfliktsituation. In den Randgebieten werden die forstwirtschaftlichen Interessen der Anliegerinnen und Anlieger gewahrt. Die touristische Infrastruktur in Teilen des Nationalparks schafft zudem ein regionales Einkommen. In der Kernzone wird natürliche Regeneration ermöglicht und ein Ort geschaffen, an dem Natur wieder Natur sein darf.
Schutz der wilden Wälder als regionale Einkommensquelle
Schutz der wilden Wälder als regionale Einkommensquelle
Schutz der wilden Wälder als regionale Einkommensquelle
Schutz der wilden Wälder als regionale Einkommensquelle
Schutz der wilden Wälder als regionale Einkommensquelle
Schutz der wilden Wälder als regionale Einkommensquelle
Schutz der wilden Wälder als regionale Einkommensquelle
Schutz der wilden Wälder als regionale Einkommensquelle
Schutz der wilden Wälder als regionale Einkommensquelle
Schutz der wilden Wälder als regionale Einkommensquelle
Schutz der wilden Wälder als regionale Einkommensquelle
Schutz der wilden Wälder als regionale Einkommensquelle

Streuobstsaft trinken ist Naturschutz

Das Apfelsaftprojekt Bodensee-Oberschwaben

Kurzbeschreibung >>
Die Streuobstbestände der Region Bodensee-Oberschwaben gingen seit den 1950er-Jahren kontinuierlich zurück; ebenso in Baden-Württemberg insgesamt. Damit verschwand auch die Arten- und Sortenvielfalt dieser besonderen Kulturlandschaft und das Landschaftsbild veränderte sich. Das "Apfelsaftprojekt" Bodensee-Oberschwaben wirkt diesem Prozess entgegen. Die Kooperation von Erzeugerinnen und Erzeugern, Vertreiberinnen und Vertreibern sowie Naturschutzverbänden setzt sich für den Erhalt und die Vermehrung von Streuobstwiesen ein. Zusätzlich werden die regionale Wertschöpfung verbessert und Arbeitsplätze in der Erzeugung, der Verarbeitung und im Handel erhalten. Die Verbraucherinnen und Verbraucher schätzen diesen Einsatz und sind bereit, dafür höhere Preise zu zahlen. Durch das Trinken von Streuobstsaft werden sie zu Naturschützerinnen und -schützern.
Streuobstsaft trinken ist Naturschutz
Streuobstsaft trinken ist Naturschutz
Streuobstsaft trinken ist Naturschutz
Streuobstsaft trinken ist Naturschutz
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Streuobstsaft trinken ist Naturschutz
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Streuobstsaft trinken ist Naturschutz
Streuobstsaft trinken ist Naturschutz
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